Wassersportverein Godesberg 1909/11 e.V.
Wassersportverein Godesberg 1909/11 e.V.

Internationale Erfahrung sammeln –   WSV Godesberg bei den World Masters in Velence, Ungarn

 

Mit Florian Heesen und Cora Berger  machten sich im September zwei  Godesberger auf nach Ungarn:  Die FISA-World Masters Regatta fand in Velence in der Nähe von Budapest statt. Im Vergleich zum Vorjahr mit dem Austragungsort Sarasota/Florida also durchaus ein Ziel in der „näheren“ Umgebung. Kurz vor Meldeschluss ergab sich eher zufällig die Chance, dass Flo und Cora gemeinsam mit zwei Kölner Ruderern als Renngemeinschaft starten konnten.

Die ersten Rennen der 1000m-Regatta starteten bereits am Mittwoch. Die Rennen in den Mixed Booten finden bei Masters-Regatten immer am letzten Regattatag, dem Sonntag statt. Wie der Name bereits verkündet, starten Boote und Ruderer aus aller Welt, genau: über 3500 aus 740 Vereinen und 52 Nationen. Einige Teilnehmer reisten sogar aus Neuseeland, Australien, Südafrika oder Japan an. Sowohl das Alter und Niveau der Teilnehmer als auch der Boote unterschied sich stark. Insgesamt ein quirliger bunter Haufen an ruderverrückten Menschen. Neben ehemaligen Kader-Athleten und Olympiasiegern waren auch begeisterte Amateure am Start. Aufgrund der Menge an Meldungen werden die Siege in jeder Kategorie nicht wie bei regulären Meisterschaften über Vorläufe und Finalläufe ausgefahren. Bei den Masters-Regatten hat jeder Lauf einen Sieger, der als einziger des Laufes eine Medaille bekommt. Insgesamt konnten in Velence acht Boote parallel starten und um eine Medaille rudern. Je nachdem, wie viele Läufe pro Rennen zustande kommen ist es vom Glück bzw. Los abhängig, wie stark die Gegner sind. Zumindest beim Wetter hatten wir dauerhaft Glück. Die Sonne schien zuverlässig und die Temperaturen waren angenehm warm.

Während sich unsere Boote und der Rest der Mannschaft schon mit einer Woche Vorlauf auf den Weg nach Velence machten, kamen wir erst am späten Freitag an. Dass die Regatta nicht unseren bisher besuchten Regatten in Deutschland  vergleichbar ist, stellten wir schon bei der verpflichtenden Akkreditierung fest. Die Identität eines jeden Teilnehmers wurde genau überprüft und vor jedem Start erneut am Steg kontrolliert. Jede Bewegung auf dem Wasser und am Steg wurde genau überwacht. Bei nicht-konformem  Verhalten wurde man direkt durch einen Offiziellen zurechtgewiesen.

Am Samstag-Abend schafften wir es, in dem kurzen Zeit-Slot, den die Veranstalter zum Training zugestanden hatten, noch einmal im 4x aufs Wasser zu gehen. Am Sonntag hieß es dann zwei Rennen kurz hintereinander erst im Mixed 4x und dann im Mixed 2x zu absolvieren (jeweils Altersklasse A). Im 4x hatten sehr wenige Boote gemeldet. Insgesamt gingen 9 Boote in zwei Läufen an den Start. Auf der 1000m langen Strecken schafften wir es zunächst, alle vier Boote aus unserem Lauf hinter uns zu lassen. Als schnellstes Boot passierten wir die 500m-Marke. So einfach wollten sich die Gegner aber nicht geschlagen geben: Das Boot auf der Außenbahn kündigte frühzeitig den Endspurt an und zog auf den letzten Metern knapp an uns vorbei. Mit 1,5 Sekunden Rückstand auf den Sieger waren wir das zweitschnellste Boot aller Mixed A 4x. Der knapp verpasste Sieg war umso ärgerlicher, da wir mit der geruderten Zeit den anderen Lauf deutlich gewonnen hätten.

Eine weitere Chance auf einen Sieg bot sich aber noch im zweiten Rennen des Tages, dem 2x. Nach einer kurzen Verschnaufpause gingen Florian und Cora im 2x aufs Wasser. Das anstrengende 4x-Rennen steckte uns noch in den Knochen. Trotzdem wollten wir nochmal alles geben. Im Mixed 2x A gingen insgesamt 31 Boote in fünf Läufen an den Start. Direkt am Starten konnten wir uns mit den beiden Booten rechts und links von uns vom Rest des Feldes absetzen und dieses schnell weit distanzieren. Die Gegner neben uns taten aber das gleiche mit uns. Nach 500 m war uns klar, dass wir diesen Rennen nicht gewinnen konnten. Die Gegner waren einfach zu stark. Die Ergebnis-Zeiten zeigten wieder, dass wir auch hier leider einen der stärksten Läufe erwischt hatten und mit unserer Zeit andere Läufe hätten gewinnen können. Das Niveau der Regatta war insgesamt sehr hoch. Die Ergebnisse haben aber gezeigt, dass wir vorne mitfahren können, auch wenn es in diesem Fall leider nicht für einen Sieg gereicht hat. Hut ab vor den starken Gegnern.                Bericht: Cora Berger

 

Cora und Flo mit ihren Kölner Partnern

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