Wassersportverein Godesberg 1909/11 e.V.
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Grüne Mützen am WSVG – ja ist denn schon Karneval?

Was war am Sonntag am Verein los? Atypisch grüne Nikolausmützen zierten die meisten der 28 Ruderinnen und Ruderer, wo war der Sinn?  Der Achter, drei Fünfer und ein Vierer fuhren zu Berg. Die Sonne brach pünktlich durch die Wolken, steter Südwind, kein Regentropfen – ein angemessen herrlicher Wintertag.

 

Am Vortag des Nikolaustages sollte es eigentlich „Nikolausregatta in Kettwig“ heißen, 24 Mitglieder wollten in neun Booten auf der 4km-Strecke auf der Ruhr starten (einige sogar mehrmals). Wie befürchtet: Absage wegen Corona, bereits zum zweiten Mal in Folge. Auch in den Vorjahren gab es schon Pech bei dieser Regatta: Ein voller beladener WSVG-Hänger musste Sonntag früh wieder abgeladen werden: Hochwasser auf der Ruhr!

 

Die neuerliche Absage konnte das Godesberger Regattateam, organisiert von Jens Reppahn und maßgeblich unterstützt von Anselm Hoffmeister nicht zur Resignation zwingen. Zu oft waren die Mannschaften einschließlich des Achters in den letzten sechs Wochen auf dem Wasser gewesen, hatten ernsthaft trainiert, hatten Technik und Schwung verbessert und daran Freude entwickelt. Deswegen war schnell der Gedanke klar: Wir machen eine Nikolausregatta am Verein mit Zeitnahme auf der Strecke bis Fähre und zurück.

 

Damit es nicht nach Sportveranstaltung aussah, haben wir es dann aber doch nicht Regatta genannt, sondern haben die Kettwigfahrer mit den Teilnehmern des sonntäglichen Rudertermins zusammengeführt. Schon in den Wochen vorher hatte es sich bewährt, die Trainingsboote samstags um 14 und sonntags um 10 Uhr zu terminieren, damit Ausfälle aus dem Allgemeinbetrieb substituiert werden konnten. Das hat prima geklappt und auch den Achter stets aufs Wasser gebracht - und manchem überraschend die Mitfahrt im Achter beschert.

 

Warum haben wir das Nikolausdrudern nicht vorher im Verein kundgetan? Wir wollten angesichts der neuen Coronalage und den Empfehlungen zur Kontaktvermeidung nicht den Eindruck erwecken, dies zu ignorieren. So wurde es eine „normale“ Ausfahrt mit 5 Booten. Normal? Was sollten denn die grünen Mützen? Die beliebte Nikolausregatta in Kettwig wird durch allerhand Traditionen gewürzt: Die Ruderer fahren mindestens mit Nikolausmützen, teilweise im vollen Kostüm. Hinterher gibt es Glühwein und Weckmänner. Die Stimmung ist immer gut, die Rennen nicht wirklich die Hauptsache. Um auch bei diesem Teil der Regatta nicht hintan zu stehen, haben wir vor einigen Jahren auch Nikolausmützen angeschafft – natürlich in WSVG-Grün. Die kamen am Sonntag zur Geltung.

Der Lohn unserer Aktivität war eine Fahrt in schönstem Winterwetter, glattem Wasser auf der Hinfahrt (weniger auf der Rückfahrt, da waren alle Frachtkähne gleichzeitig da). Und die Belohnung gab es auch: Weckmänner, Kekse, Glühwein und Tee hatte Anselm mitgebracht, aufgetischt und ausgeschenkt von Dieter Nietgen, der verletzungsbedingt noch nicht wieder rudern konnte.

 

Fazit: Ein fröhliches Event, das alle begeistert hat. Grund für den Vorsitzenden, sich bei Jens, Anselm und Dieter zu bedanken und allen anderen, die mitgemacht haben. Besonders aber auch dafür, dass es wieder eine große Gruppe von Vielruderern inklusive einigen Anfängern gibt, die sich nicht vom Winterwetter abschrecken lassen und sogar Regattaluft schnuppern wollten. Und auch der Achter war endlich wieder regelmäßig auf dem Wasser.

 

Nehmen wir diesen Schwung mit in Winter!

 

Hipphipphurra – Andreas  

Fotos: Axel Fliege

 

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