Wassersportverein Godesberg 1909/11 e.V.
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„Achtung – fertig – Losrudern!“                                                                      – virtuelle Ergo-Meisterschaft 

WSVG stellt Deutschen Meister in der Masters-C-Klasse und Platz 2 in der NRW-Jungenklasse (14J)                                                        

                                                                                                                     

Am 14.02.2021 fanden die 25. Deutschen Ruderergometermeisterschaften gekoppelt mit dem 26.  NW RV Indoor-Cup statt. Als Neuheit kam noch der Titel „1. offene deutsche Indoor Rowing Meisterschaft“ hinzu. Coronabedingt wurde die Veranstaltung nicht wie sonst in jedem Februar in einer Turnhalle in Essen ausgetragen, sondern virtuell von zu Hause oder dem heimischen Verein aus.

Dadurch, dass eine Präsenz vor Ort also nicht mehr nötig war, wurde die Veranstaltung als „offene“ Meisterschaft ausgetragen, um Startern aus aller Welt die Teilnahme zu ermöglichen. Von dieser Möglichkeit wurde reichlich Gebrauch gemacht, so dass z. B. auch Starter der arabischen Ruderföderation am Indoor-Cup teilgenommen haben. Zusätzlich wurde der Start von Teilnehmern, die keinem Ruderverein angehören, ermöglicht, so dass auch Starter aus der Crossfit-Szene mitmischten. Kamen die Teilnehmer der letzten Jahre hauptsächlich aus NRW nach Essen, so gingen dieses Jahr die stärksten Ruderer aus allen Bundesländern an den Start. Entsprechend groß war das Meldeergebnis und entsprechend stark waren die Läufe besetzt. Die Ruderprominenz wurde von Oliver Zeidler, dem amtierenden Weltmeister im 1x angeführt, der in der offenen Klasse über 2000 m an den Start ging. Insgesamt waren über 850 Teilnehmer für den Indoor-Cup gemeldet.

Für den WSVG gingen am Sonntag sieben Teilnehmer aus dem Kinder- und Jugendbereich sowie ein Masters-Ruderer an den Start. Da nicht alle Teilnehmer ein Ergo zu Hause hatten oder über die technischen Möglichkeiten verfügten, starteten einige Teilnehmer unter der Aufsicht und Betreuung von Joshua und Cora am Verein. Für den Wettkampf wurde das Display vom Ergometer an einen Laptop angeschlossen, der wiederum mit dem Internet verbunden war. Wer wollte, konnte eine Videoübertragung von seinem Rennen einrichten. Im Internet konnten Zuschauer die Rennen in einem kommentierten Live-Stream mitverfolgen. Vor jedem Rennen sammelten sich die Teilnehmer eines Laufes in einer virtuellen Lobby, um dann für den Start zugelassen zu werden. Sowohl auf dem Laptop als auch auf dem Ergodisplay wurde das Startsignal visuell übertragen und im Anschluss daran die live-Platzierung im jeweiligen Lauf. Rein optisch gab es also keinen großen Unterschied zu den Live-Veranstaltungen in der Halle. Was aber fehlte war die akustische Kulisse. Keine laute Musik, kein Publikum, das einen anfeuert, kein akustisches Startsignal, kein Rauschen von 20-25 parallel arbeitenden Ergometern. Keine Wettkampf-Atmosphäre. Diese ungewohnten Rahmenbedingungen sowie der teilweise coronabedingte sehr unterschiedliche Trainingsstand sorgten für heterogene Ergebnisse bei den Athleten des WSVG. Während die einen zur Höchstform aufliefen, kamen andere nicht so wirklich in Fahrt. Insgesamt konnten erfreulicherweise drei neue persönliche Bestzeiten gefahren werden.

Um 9:20 hieß es für die erste Sportlerin vom WSVG „Achtung, fertig, losrudern“. Maren Weber Gonzales startete in der Kategorie der leichten 15-16-jährigen (B-Juniorinnen) und fuhr das erste Mal die geforderten 1500 m. Ihr folgten Jakob Behnke und Valentin Bartl als schwere B-Junioren sowie Fritz, Noah Binka und Bent Schnicke als leichte B-Junioren. Nachmittag gingen Denys Sudarykov in der Kategorie der 14-jähringen Jungen sowie Philipp von Schweinitz als Masters C-Ruderer jeweils über 1000 m an den Start.

Die Kategorie der schweren B-Junioren war mit knapp 100 Startern sehr stark besetzt. Leider schaffte keiner der Starter den Einzug in das Finale der besten 20 Ruderer. Das Feld der leichten B-Junioren war mit über 60 Startern ebenfalls gut besetzt. Fritz Nilges und Bent Schnicke schafften es, ihre persönlichen Bestzeiten über die 1500 m zu verbessern und landeten mit ihren Platzierungen insgesamt im Mittelfeld. Für einen Finaleinzug reichte es auch bei Ihnen nicht. Alle Starter lieferten eine starke Leistung ab. Für alle ist es aber das erste Jahr als B-Junior, so dass sie gegen ältere und erfahrenere Ruderer und auch noch gegen die stärksten Ruderer nicht nur aus NRW sondern aus ganz Deutschland starten mussten. In beiden Rennen konnten sich jeweils nur vier Junioren aus NRW für die Finalläufe qualifizieren. Unabhängig von den erreichten Platzierungen haben alle Teilnehmer eine starke Leistung abgeliefert.

Sehr erfreuliche wurden die Ergebnisse am Nachmittag. Denys startete das erste Mal bei einem Ergowettkampf und konnte im 38-Jungs starken Feld den 7. Platz errudern. Im Kinderbereich gab es eine zusätzliche Wertung und Ehrung durch den Nordrheinwestfälischen-Ruderverband. Hier belegte Denys den 2. Platz.

Als letzter Starter ging Philipp von Schweinitz im Masters-C Bereich (<50Jahre) auf die 1000 m Strecke. Mit einer sehr guten Zeit konnte er sich gegen die meist jüngere Konkurrenz seiner Altersklasse durchsetzen und den Sieg in seiner Altersklasse errudern: „Deutscher Ergomeister 2021 Masters-Klasse C“ – Herzlichen Glückwunsch! Die Älteren erinnern sich: Philipp kam als AKO-Schüler zum WSVG und ist in den Achtziger Jahren Rennen gefahren und hat die Jugendlichen auch trainiert.
 

Alle Ergebnisse - sortiert nach Altersklassen oder nach Verein - und auch der Live-Stream des ganzen Tages als Re-Live-Stream mit kompetenter Kommentierung der Rennen und teilweise sichtbaren Athleten im homeoffice können hier nachgeschaut werden: https://www.rudern.de/indoor2021

Fotos von Joshua Fritz, Cora Berger und Andreas Bartsch 

 

                                                                                                                      Cora Berger

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