Wassersportverein Godesberg 1909/11 e.V.
Wassersportverein Godesberg 1909/11 e.V.

18. Ruhr-Sprint Bochum/Witten 9./10. Juli 2016

Entgegen der allgemeinen Vermutung, was drauf steht, ist auch drin, befindet sich der Ruderverein Bochum 1920 e.V. nicht in Bochum sondern in Witten. Die aufgestaute Ruhr schlängelt sich sehr gemächlich am idyllisch gelegenen Bootshaus vorbei und bildet ein Biotop für Zahlreiche Wasservögel, Fische, Amphibien und Wasserpflanzen. Kleine Inseln trennen die Ruhr mal hier mal dort in zwei Läufe. Hin und wieder paddeln entspannt ein paar Kanuten vorbei. Eine herrliche Szenerie, in der der 18. Ruhr-Sprint eingebettet ist. Die 500 Meter lange Regattastrecke bietet vier Rennbahnen und lässt dabei für die zum Start fahrenden Rennboote ausreichend Platz. Bestens geeignet also für den Rennsport.

An dem ersten Sommerferienwochenende traf sich die Trainingsmannschaft früh morgens am Verein. Das Verladen wurde schon am Vortag erledigt. Es konnte also zügig losgehen. Die Furcht vor ewig langen Staus zu Beginn der Ferien hatte sich als unbegründet herausgestellt. So kamen wir als eine der ersten Vereine in Witten an und konnten ohne Zeitdruck unser Camp aufbauen. Weil die Zufahrt zum Bootshaus nur über einen kleinen Tunnel möglich ist, den soeben kleine Stadtautos durchfahren können, musste jegliches Material vom außerhalb liegenden Parkplatz hin zur Regattabahn geschleppt werden. Das Naherholungsgebiet mit seiner entspannten, morgendlichen Stimmung tat der Trainingsmannschaft sehr gut. Ohne Hektik riggerten wir die Boote an, stellten Bierbänke und Tisch in ein schattiges Plätzchen, während die ersten zum Einfahren aufs Wasser gingen.

Unsere beiden Mädels Anna und Kathi gingen als erste auf die Strecke. Kathi konnte sich in ihrer Abteilung souverän durchsetzen. Anna war in ihrem Lauf zwar ein paar Sekunden schneller als Kathi, musste sich jedoch einer noch stärkeren Konkurrentin geschlagen geben. Ihr gemeinsames Rennen der Renndoppelzweier sollte aber noch kommen. In diesem Rennen konnten sie den Anforderungen gerecht werden und fuhren zum Sieg. Ihr zweites gemeinsames Rennen an diesem ersten Regattatag beendeten sie auf Platz zwei. Am Folgetag mussten beide Mädels dem Kräfteverschleiß einen Tag zuvor Tribut zollen. Die Einer-Rennen gingen verloren. Ein versöhnlicher Abschluss des Wochenendes ist aber dann doch noch gelungen. Der erste Platz in ihrem einzigen Zweier-Rennen an diesem Sonntag.

Eine weitere erfreuliche Nachricht sind zwei weitere Siege in der Marianne Arenz. Nun gehen in ihrer kurzen Dienstzeit schon drei Siege auf das Konto von Marianne Arenz. Das Rennen der Senior-Männer Doppelvierer entschieden Julius, Johannes, Lukas und Flo um einen Hauch für sich. Auch hier ein Sieg, der über brachiale Gewalt entschieden wurde. Im Mix-Doppel-Vierer kamen Cora, Kathi, Johannes und Flo als erster über die Ziellinie. Der Jungs-Vierer fuhr am Samstag und am Sonntag mit nur 1,2 und 3,7 Sekunden Rückstand auf den Ersten ins Ziel. Schade, da wäre zumindest ein Sieg drin gewesen. Am Sonntag fuhren Cora, Hannah, Julian und Lukas im neu formierten Mix-Doppel-Vierer auf Platz zwei. Immerhin konnte ein Boot klar distanziert werden.

Piet und Michel bestritten über das gesamte Rennwochenende drei Rennen im Zweier. Die B-Junioren beendeten zwei Rennen auf dem zweiten Platz. Ein Rennen konnten auch sie gewinnen, da keine Gegenmeldungen vorlagen. Solch ein Sieg schmeckt zwar nicht so süß, doch unterm Strich bleibt: „Sieg ist Sieg!“.

Jakob fuhr in seinem schweren Einer-Rennen auf Platz eins und unterstrich mit der zweitbesten Zeit des Tages in seiner Altersklasse seine stetig wachsende Performance. In seinem zweiten Einer-Rennen am Folgetag schaffte er es leider nur als dritter über die Ziellinie zu fahren.

Leichtgewicht Michel startete wie Jakob auch im Einer-Rennen. Doch leider fuhr er abgeschlagen auf Platz drei.

Erfreulich dagegen das Rennen von Lukas G. und Julian. Sie bestritten über das Regattawochenende drei Rennen im Doppelzweier. Davon siegten sie in zwei Rennen.

Im Einer siegte Julius sowohl bei den Leichtgewichten als auch bei den Schwergewichten. Zusätzlich gelang Julius und Cora einen ungefährdeten Sieg im Rennen der Mixboote im Senior-Alter.

Mit unseren 12 Siegen waren wir ein auffälliger Teilnehmer der Ruhrsprint-Regatta. In Witten vertraten wir auf überregionaler Ebene den Wassersportverein Godesberg 1909/11 e.V. und machten positive Schlagzeilen für eine gesunde Koexistenz von Leistungs- und Breitensport. Ein Hoch auf unseren Verein, der es den Jugendlichen und jungen Erwachsenen ermöglicht, sich bei solchen Events zu beteiligen.

Die Fahrt zum Start entlang der Regattastrecke, das Aufgerufen werden, das Ausrichten des Bootes, die Konzentration auf Maximum halten, die körperliche und emotionale Anspannung vor dem Start, die mit dem Startsignal Bahnen bricht, der Kampf mit sich selbst, über die Schmerzgrenze zu gehen, bis das Zielsignal einen befreit, das hämmernde Herz, die pochende Muskulatur, die leere Lunge. In dieser kurzen Zeit passieren so viele kleine lehrreiche Erfahrungen, die den Jugendlichen das Bewusstsein für sich selbst schärfen. Gegenüber Stresssituationen im Alltag werden sie resistenter.

Vielen Dank an Eckart und Christian, die den Hänger-Transport übernommen haben. Es sind die vielen kleinen Zahnrädchen, die ineinander greifen müssen, um ein Regattawochenende positiv bestreiten zu können.

 

Einen sportlichen Gruß,

Lukas vom Kolke

 

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